FAQ Elektromobilität allgemein

  1. Voll elektrisch Betriebene Fahrzeuge (Batteriebetrieben)
    • BEV = Battery Electric Vehicle
  2. Hybrid (Verbrennungs- und Elektromotor)
    • HEV = Hybrid Electric Vehicle
  3. Plug-in-Hybrid (Verbrennungs- und Elektromotor mit Auflade Option)
    • PHEV = Plug in Hybrid Electric Vehicle

Es ist ratsam einen Ladepunkt an den Orten mit den höchsten Standzeiten zur Verfügung zu haben. In den häufigsten Fällen trifft dies bei dem Eigenheim und dem Arbeitsplatz zu. So kann die E- Fahrzeugbatterie über Nacht bzw. während der Arbeitszeit geladen werden.

Zu jedem Zeitpunkt sollte ein Ladekabel mitgeführt werden, da die meisten Ladesäulen bzw. Wallboxen kein fest integriertes Kabel besitzen. Ferner muss an öffentlichen Ladepunkten die Freigabe erteilt werden, um den Ladevorgang starten zu können. Mögliche Freigabeoptionen werden in Frage 16 erläutert.

Die Reichweite eines Elektrofahrzeuges ist abhängig von der Kapazität der Batterie, dem Gesamtgewicht und dem damit einhergehenden Verbrauch. Die niedrigste Reichweite (80 km) besitzt derzeit der Street Scooter Work, bei einer Kapazität von 43,4 kWh. Ein Tesla Model S ist in der Lage bis zu 600 km bei einer Batterieladung (100 kWh) zurück zu legen. Aus diesem Grund ist ein Fahrzeug immer individuell zu betrachten.

Ähnlich wie bereits in Frage 4 erläutert ist der Preis sehr individuell und abhängig vom Fahrzeug. Beispielsweise kann ein e.Go Life mit dem kleinstmöglichen Energiespeicher für ca. 16.000 € erworben werden. Die am häufigsten verwendeten Modelle der Marken BMW, Peugot, Hyundai, Kia, Renault und VW bewegen sich in einem Rahmen zwischen 20.000 € und 40.000 €. Die höhere Preisklasse, wie der Tesla Model S bewegt sich in einem Rahmen zwischen 90.000 € und 100.000 €. Allerdings wird die Anschaffung eines Elektrofahrzeuges derzeit vom Staat gefördert. Die Förderhöhen können unserem Leitfaden zur Elektromobilität entnommen werden.

  • Lokal Emissionsfrei – kein Ausstoß während der Nutzung
  • Standzeiten = Ladezeiten (in der Nacht/ während der Arbeit)
  • Geringe Wartungskosten (kein Ölwechsel) , weniger Verschleißteile als Verbrenner
  • Kostenersparnis durch Förderungen und steuerliche Vorteile
  • Geringere Betriebskosten (Strom günstiger als Benzin/Diesel)
  • Geringer Lärmpegel
  • Lange Lebensdauer des Motors
  • Keine Freisetzung von Schadstoffemissionen während der Fahrt
  • Ladezeiten können bei geringer Ladeleistung sehr lang sein
  • Reichweite derzeit geringer als bei Verbrennern (stetige Verbesserung in den letzten Jahren)
  • Abhängigkeit der Ladeinfrastruktur, falls unterwegs geladen werden muss
  • Höhere  Anschaffungskosten

AC ist eine Abkürzung für alternating current (Wechselstrom). Dieser Strom verläuft sinusförmig und wechselt in regelmäßigen Zeitabständen seine Flussrichtung. In Deutschland liegt an jeder haushaltsüblichen Steckdose Wechselstrom mit einer Frequenz von 50 Hertz an. Dies bedeutet, dass der Strom pro Sekunde 50 Sinusschwingungen durchläuft.

DC ist eine Abkürzung für direct current (Gleichstrom). Bei geschlossenem Stromkreis fließt dieser Strom immer in dieselbe Richtung und zwar von Pluspol zu Minuspol. Ein gutes Beispiel hierfür liefert eine Batterie. Diese versorgt einen elektrischen Verbraucher mit Gleichstrom.

Unterschieden wird zwischen den Modi 1 bis 4. Mode 1 beschreibt das AC-Laden eines Elektrofahrzeugs an einer Schutzkontaktsteckdose (''Haushaltssteckdose'') oder dreiphasigen CEE-Steckdose ohne jegliche Kommunikation zwischen Fahrzeug und Stromquelle. Die fehlende Kommunikation kann zur Überlastung führen, weshalb der Mode 1 normalerweise nicht mehr angewandt wird. Der Mode 2 ist identisch mit Mode 1. Das Kabel enthält jedoch eine zusätzliche Steuer- und Schutzeinrichtung (ICCB = In Cable Control Box). Mode 2 behebt mithilfe der ICCB die Probleme von Mode 1 und hat sich diesem gegenüber durchgesetzt. Der Mode 3 beschreibt das AC-Laden an einer dafür vorgesehenen Ladesäule bzw. Wallbox. Dieser Modus ist am weitesten verbreitet. Beim Mode 4 handelt es sich um das DC-Laden an einer dafür vorgesehenen Ladesäule bzw. Wallbox.

Darstellungen der Steckervarianten im AC und DC Bereich sind in unserem Leitfaden für Elektromobilität auf der Seite 10 enthalten. Des Weiteren sind dort mögliche Ladeleistungen, sowie zusätzliche Informationen aufgeführt. In Deutschland wird aktuell für den AC-Bereich fast ausschließelich der Typ 2 Stecker (Euro-Norm) verwendet. Den DC-Bereich teilen sich die Steckdersysteme CCS (Combined-Charging-System (Euro-Norm)) und CHAdeMO (CHArge de Move, ältere Fahrzeuge asiatischer Hersteller).

Der Begriff Kapazität gibt die Menge elektrischer Energie an, welche in einer Batterie gespeichert werden kann. Sie wird in der Einheit kWh (Kilowattstunden) angegeben. Vergleichbar ist die Kapazität einer E-Fahrzeugbatterie mit dem Tankvolumen eines Verbrenners.

Die Elektromobilität boomt und es kommen stetig neue Modelle auf den Markt. Unter dem folgenden Link können alle aktuell sowie zukünftig verfügbaren Modelle aufgerufen werden:  

https://ecomento.de/modelle/?_antriebsart=elektro
(letzter Zugriff 21.01.2020)

Auf der Seite des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) ist ein Modellverzeichnis mit sämtlichen aktuell förderfähigen Elektrofahrzeugen aufgelistet.

https://www.bafa.de/SharedDocs/Downloads/DE/Energie/emob_liste_foerderfaehige_fahrzeuge.pdf?__blob=publicationFile&v=97
(letzter Zugriff 21.01.2020)

Mit steuerlichen Vergünstigungen möchte die Bundesregierung den Bereich Elektromobilität attraktiver gestalten. Ein bis zum 31.12.2025 zugelassenes privates Elektrofahrzeug ist für die ersten 10 Jahre von der KFZ-Steuer befreit. Für Dienstwagen gilt aktuell die 0,5-Prozent-Regelung. Anstatt der üblichen 1 % muss ein Arbeitnehmer nur 0,5 % des Brutto-Listenpreises seines Elektrofahrzeuges  versteuern. Weist der Bruttolistenpreis des Fahrzeugs einen Wert unter 40.000 € auf, so fällt der Prozentsatz zur Versteuerung sogar auf 0,25 %.

Aktuell gibt es folgende Freigabemöglichkeiten:

  • RFID-Card (Kontaktlose Freigabe der Ladesäule)
    • Mobilitätsdienstleister (z.B. Plugsurfing, Hubject, etc.)
    • Geschlossener Benutzerkreis
  • Schlüsselschalter
  • Handy App von Mobilitätsdienstleistern für die Freischaltung von Ladesäulen

Der Verbrauch eines Elektrofahrzeuges variiert zwischen ca. 11 kWh / 100 km (z.B Hyundai Ioniq) und 21 kWh / 100 km  (z.B. Jaguar I – Pace). Die realistischen Verbräuche liegen erfahrungsgemäß leicht über den Herstellerangaben.

Diese Frage wird in unserem „Leitfaden zur Elektromobilität“ auf der Seite 7 beantwortet.Dort befindet sich eine Auswahl aktueller Elektrofahrzeuge mit zugehörigen Fahrzeugdaten und berechneten Ladezeiten bei unterschiedlichen Ladeleistungen. Beispielsweise benötigt ein BMW i3 (42 kWh) bei einer Ladeleistung von 11 kW ca. 3,1 h, um 80 % des Akkustandes wieder herzustellen. Das entspricht einer Reichweite von ca. 265 km. Ab 80 % wird die Ladeleistung reduziert, um eine lange Lebensdauer des Akkus zu gewährleisten.

Der Aufwand und somit die entstehenden Kosten für die Wartung eines Elektrofahrzeuges sind deutlich geringer als bei einem Verbrenner. Grund dafür ist eine geringere Anzahl an Verschleißteilen (keine Zylinder, Zahnriemen, etc.) und weniger zu überwachende Flüssigkeiten (kein Ölwechsel, etc.). 

Es wird empfohlen eine Ladesäule einmal jährlich zu prüfen. Dies kann im Auftrag der Archimedes Technik durchgeführt werden:

Marko Dreskrüger
Tel.: +49 5221 1334 - 311
Email: Marko.Dreskrueger@archimedes-technik.de

Der durch Photovoltaik erzeugte Strom kann für die Ladevorgänge eines Elektroautos verwendet werden. Im besten Fall wird der tagsüber generierte Strom direkt an den Fuhrpark weitergeleitet. Dem zufolge erhöht sich der Nutzungsgrad der Photovoltaik Anlage. Die Verwendung des erzeugten PV-Stromes für eine E-Ladeinfrastruktur steigert gleichzeitig die Rentabilität.

Bei der Verwendung von elektrischen Geräten (Spritzgussmaschinen, Kompressoren, etc.) wird Ihr elektrisches Netz einer Belastung ausgesetzt. Je mehr Verbraucher aktiv sind, umso höher fällt die Belastung aus. Ein Lastmanagement greift auf die Verbraucher zu und regelt die Leistung - falls nötig – herunter und verhindert somit eine Überlastung des Netzanschlusses.

Das Last- und Lademanagement kann einen Ausbau des Netzanschlusses vermeiden. Bei zeitgleichen Ladevorgängen an mehreren Ladepunkten können Lastspitzen entstehen und im schlimmsten Fall zum Ausfall Ihrer gesamten Stromversorgung führen. Eine weitere Folge sind hohe Kosten für Netzentgelte (Leistungspreis) durch die entstandenen Lastspitzen. Auch in diesem Fall kann das System eingreifen und durch Regelung der Ladevorgänge und anderer Verbraucher die Leistung am Netzanschlusspunkt begrenzen.

FAQ koala² spezifisch

Das kombinierte aktive Last- und Lademanagement ist eine Hard- und Softwarelösung, welche im Bezug zum Netzanschlusspunkt die Ladesäulen überwacht. Es gleicht die Lasten dynamisch untereinander ab und verhindert so eine Überlastung der elektrischen Betriebsmittel und Leitungswege. Durch die richtige Parametrierung angepasst an Ihren Standort, werden Lastspitzen reduziert und als Folge Kosten eingespart.

Bei der Verwendung von elektrischen Geräten (Spritzgussmaschinen, Kompressoren, etc.) wird Ihr elektrisches Netz einer Belastung ausgesetzt. Wird mehr als ein Verbraucher zur selben Zeit betrieben, summieren sich die Lasten für das gesamte Gebäude. Falls in der Hauptverteilung ein digitales Messgerät verbaut ist, kann der Verlauf der Last über den Zeitraum aufgezeichnet und ausgewertet werden. Der dadurch entstehende Graph wird als Lastverlauf bzw. Lastgang bezeichnet.

Die Betrachtung des Lastgangs am Netzanschlusspunkt eines Gebäudes weist täglich Schwankungen in der Leistungsabnahme auf. Abhängig von der Anzahl und Leistung der Verbraucher steigt oder fällt der Graph. Eine Lastspitze befindet sich in dem Zeitpunkt, wo außergewöhnlich viele bzw. leistungsstarke Maschinen parallel aktiviert sind. Dieser Zeitpunkt wird auch Leistungsspitze genannt. Zum Beispiel befindet sich die tägliche Lastspitze eines Einfamilienhauses in der Regel am Abend, die einer Bäckerei in der Nacht und die eines produzierenden Unternehmens am Morgen.

Netzentgelte sind Gebühren, welche jeder Nutzer eines Stromnetzes an den Netzbetreiber zahlen muss. Bei Gewerblichen und industriellen Kunden werden die Netzentgelte ab einem bestimmten Verbrauch- Lastprofil separat abgerechnet. Jegliche Kunden unter diesem Lastprofil leisten Ihren Anteil an den Netzentgelten über den Stromanbieter.

Ein Baukostenzuschuss kann einmalig von Netzbetreiber erhoben werden bei Umbau des Netzanschlusses. Die Höhe des BKZ ist abhängig vom Netzbetreiber und die erreichte Spannungsebene nach der Änderung des Netzanschlusses.

Das koala²-System ist sowohl für den AC-, als auch für den DC-Bereich anwendbar.

Die Hardware des koala²-Systems benötigt Platz in Ihrem Verteilerschrank. Falls dieser nicht vorhanden ist, wird ein separater Schrank für die Technik installiert. Die Ladepunkte müssen per MODBUS ansteuerbar sein, um mit dem System zu kommunizieren. Es werden Netzwerkkabel zum Austausch der Daten zwischen den Ladepunkten und koala²-System benötigt.

Eine pauschale Summe kann in diesem Fall nicht genannt werden. Die tatsächlichen Einsparungen liefert koala² über die Senkung der Netzentgelte und die Absicherung des fortlaufenden Betriebes. Die Reduzierung von Lastspitzen und im schlimmsten Fall die Abwendung von Blackouts verhindert Produktions- und Betriebsausfälle. Die Kosten variieren dabei je nach Unternehmen.

Die Installation einer Ladeinfrastruktur mit integriertem Last- und Lademanagement ist abhängig von den Kundenanforderungen und Rahmenbedingungen am Standort. Bei weiten Leitungswegen zwischen Ladepunkten und Versorgungsschrank, steigen die Erdarbeiten für die Tiefbauer, wie auch der Installationsaufwand für die Elektriker.

Das System ist modular aufgebaut und kann daher theoretisch unbegrenzt erweitert werden. Dennoch können Einschränkungen aufgrund von Platzbedarf, Leistung des Netzanschlusses und Anzahl der Parkplätze gegeben sein.

Das koala²-System kann eine ganze Reihe an unterschiedlichen Ladeeinrichtungen von diversen Herstellern ansteuern. Die Anzahl an kompatiblen Ladeeinrichtungen wird stetig erweitert. Für genauere Angaben zu den kompatiblen Ladeeinrichtungen sprechen Sie uns bitte direkt an, da stetig weitere Modelle hinzukommen.

Koala² ist ein dynamisches System, welches auf jegliche Belastung Ihres Netzanschlusspunktes reagieren kann. Der größte Teil aktueller Lastmanagement-Systeme weisen statische Charakteristiken auf. Koala² hingegen arbeitet in Bezug auf Ihren Netzanschluss durch zusätzliche Messungen. Ein weiterer Unterschied ist die Einbindung von regelbaren Lasten. Gewöhnliche Systeme setzen Ihre Grenzen um die Ladeinfrastruktur. Das koala²-System geht darüber hinaus und greift auf regelbare Lasten des Unternehmens zu, um einen höchstmöglichen Ladestrom zu garantieren und eine Überlastung Ihres Netzanschlusses zu verhindern. Des Weiteren ist koala² eine lokale Hardwarelösung. Eine lokale Hardwarelösung erschwert den Zugriff für nicht autorisierte Personen und erhöht damit die IT-Sicherheit. Aktuell verwendete Last- und Lademanagement-Systeme setzen häufig auf eine cloudbasierte Lösung.

Die koala² Software enthält eine Visualisierung, welche individuell an den Kunden angepasst werden kann. Dort können Livedaten von Ladesäulen, Ladeleistungen, Aktivitäten von regelbaren Lasten, Auslastung des Netzanschlusses, sowie weitere Features dargestellt werden. Durch den Zugriff auf die Visualisierung erhält der Betreiber einen Überblick über die gesamte Ladeinfrastruktur.

Koala² arbeitet im Verbund mit den Ladepunkten. Aus diesem Grund ist es unabhängig, welches Fahrzeugmodell geladen wird. Daher muss einzig der Ladepunkt die Voraussetzungen für den Stecker des zu ladenden Fahrzeugs erfüllen.

Durch die Parametrierung werden alle nötigen Einstellungen von vornherein in der Software gesichert. Mit der Inbetriebnahme übergeben wir ein voll funktionstüchtiges Last- und Lademanagementprogramm. Von daher ist ein Eingreifen Ihrerseits nicht nötig.